Leserbrief, Bezugnehmend auf die NZZ am Sonntag vom 18. September 2016

Die Frage um Sinn und Unsinn des frühen Fremdsprachenunterrichts steht schon seit Jahren im Raum. Bereits 1997 setzten Ernst Buschor und seine Lobby den Beginn des Englischunterrichts überraschend auf die zweite Primarklasse fest. Der Entscheid fiel nach einem Tagungsbesuch Buschors in den USA! Er warf damit im Kanton Zürich die bereits aufgegleiste Planung des Fremdsprachenunterrichts über den Haufen und verhinderte ein gemeinsames Vorgehen der Kantone. Der nachfolgende Schulversuch im Kanton Zürich mit Frühenglisch zeigte dürftige Ergebnisse. Verschiedene unabhängige Studienverwiesen auf die falschen Annahmen bezüglich des frühen Sprachenlernens im Rahmen der Schule. Dennoch wurde Frühenglisch und Frühfranzösisch mit riesigem finanziellem Aufwand flächendeckend eingeführt. Das Diktat hatten die globalen (Bildungs-)Konzerne, da waren wissenschaftliche Erkenntnisse nicht gefragt und nicht gewünscht.

Eliane Perret