Leserbrief von Walter Meier, Hergiswil NW, erschienen in der Neuen Luzerner Zeitung am 29. März 2006.

Werkschule ade?


Im Amt für Volksschulbildung wird gearbeitet. Dieses wird in die Wege geleitet, jenes wird neu lanciert. Beamte sitzen an den Schalthebeln der Macht. Sie sagen, wos lang geht. Unter ihresgleichen, fernab vom schulischen Alltag, entwickeln sie Ideen, ergötzen sich an selbstherrlichen Modellen. «Schule mit Profil.» «Schule in Diskussion.»


Diejenigen an der Front nehmen neue Weisungen oft ungläubig zur Kenntnis. Der Respekt gegenüber der Obrigkeit gebietet es ihnen aber, die bitteren Pillen stillschweigend zu schlucken. Ich bin nicht gegen Neuerungen, ich bin nur gegen schlechte Ideen. Die Auflösung der Werkschule ist eine schlechte Idee, ausgeheckt von wem auch immer. Zu lange schon bin ich an dieser Stufe tätig, um zu wissen, dass diese Schüler genau diesen Rahmen brauchen!


Liebe Schreibtischtäter, lasst doch den Bäcker backen, den Maler malen. Lasst doch den Lehrer Schule halten. Erstellt doch mal euer eigenes Profil, stellt euch doch mal selbst in Diskussion!


Walter Meier, Hergiswil